Wenn die Temperaturen unter null sinken, kämpfen nicht nur wir mit der Kälte – auch Batterien und Akkus verlieren deutlich an Leistung. Smartphones entladen sich plötzlich schneller, E-Bikes haben weniger Reichweite und selbst Powerbanks können sich plötzlich abschalten und werden dadurch unzuverlässig. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Umgang lässt sich die Lebensdauer von Gerätebatterien auch bei Minusgraden spürbar verlängern.
Warum Kälte Batterien schwächt
Batterien funktionieren durch chemische Prozesse. Bei niedrigen Temperaturen laufen diese Reaktionen langsamer ab, wodurch weniger Energie zur Verfügung steht. Besonders Lithium-Ionen-Akkus reagieren empfindlich auf Kälte: Die nutzbare Kapazität sinkt, die Spannung fällt schneller ab und Geräte schalten sich manchmal sogar unerwartet aus – obwohl der Akku nicht leer ist.
Wichtig zu wissen: Die Kälte verursacht meist keinen dauerhaften Schaden, solange Batterien richtig behandelt werden. Kritisch wird es vor allem beim Laden oder bei längerer Lagerung in der Kälte.
So schützt du deine Batterien bei Minusgraden
1. Geräte möglichst warm halten
Trage Smartphones oder Kameras nah am Körper, z. B. in einer Innentasche. Bei längeren Outdoor-Aktivitäten helfen isolierende Hüllen.
2. Kälte vermeiden, wenn möglich
Lass Geräte nicht unnötig draußen oder im Auto liegen. Schon wenige Stunden bei Frost können die Leistung deutlich beeinträchtigen.
3. Akkus nicht im Kalten laden
Lade Akkus erst wieder, wenn sie Zimmertemperatur erreicht haben. Kaltes Laden belastet Lithium-Ionen-Zellen dauerhaft.
4. Ersatz-Akku einplanen
Bei Kameras, Messgeräten oder E-Bikes kann ein Ersatz-Akku sinnvoll sein. Am besten bei Raumtemperatur aufbewahrt.
5. Geräte rechtzeitig ausschalten
Wenn du ein Gerät längere Zeit nicht brauchst, schalte es aus. Das verhindert Tiefentladung bei niedrigen Temperaturen.
6. Ladezustand im Blick behalten
Halte Akkus im Winter möglichst zwischen 30 % und 80 %, besonders bei längerer Lagerung.
Was du besser vermeiden solltest:
1. Gefrorene Akkus laden
Lithium-Ionen-Akkus sollten niemals in kaltem „gefrorenen“ Zustand geladen werden, da dies die Akkuzellen dauerhaft schädigen kann. Lade Batterien erst, wenn sie wieder Zimmertemperatur erreicht haben.
2. Einschalten erzwingen
Schaltet sich ein Gerät bei Minusgraden ab, schützt sich der Akku selbst. Erzwungenes Einschalten kann zu Spannungsproblemen und schnellerem Akkuverschleiß führen.
3. Batterien schnell aufheizen
Direkte Hitze durch Heizung oder Föhn schadet Akkus genauso wie Frost. Erwärme Batterien immer langsam bei Raumtemperatur, um Schäden zu vermeiden.